Science Fiction und die Freude am Fantasieren

Im folgenden Gespräch aus einem SF Roman unterhalten sich zwei Wissenschaftler. Clifford ist Mathematiker, Morelli Pysiker.

"Eine künstlich herbeigeführte Gewichtlosigkeit?" wiederholte Clifford ungläubig, "Sie glauben, das wäre denkbar?"
"Zu diesem Zeitpunkt kann ich das noch nicht mit Gewißheit sagen", gestand Morelli freimütig. "Aber stellen Sie sich doch nur mal vor, es wäre möglich ... Das Transportwesen würde völlig verändert ... Man könnte schwere Lasten mühelos auf jedem Platz der Erde absetzen. Warum sollte überhaupt noch jemand eine Brücke oder so etwas bauen, wenn man alles einfach auf einem Gravitationsstrahl ans andere Ufer schweben lassen kann? Wer braucht noch Straßen und Schienen? Die wurden ja nur erfunden, um die Reibung zu verringern. In unserem System gäbe es keine Reibung mehr ... nur noch die Trägheit."

(aus: James Hogan, Die Schöpfungsmaschine)

Das führt mir vor Augen, dass man groß denken muss, um was wirklich Neues, Großartiges zu vollbringen. "Stell dir nur mal vor, es wäre möglich, dass ...". Das ist die Freude am Träumen, am Erträumen des noch nie Erfahrenen: des Möglichen.

Wenn man nicht groß denkt, prepelt man jahrzehntelang rum mit dem Ausbessern von Autobahnen, mit der Frage nach Geschwindigkeitsbegrenzungen, dann mit Elektroautos ... Gerade an dem Beispiel kann man sehen, dass Kleingeister mit der "Basta-Mentalität" höchstens erreichen, dass Riesensummen für halgbare Lösungen von vorgestern investiert werden.

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Über den Autor

Interessen: Thelema, Kunst, Gesellschaft. Ich will eine Welt, auf die ich mich freue, wenn ich mir vorstelle, dass ich sie später wieder betrete. Die jetzige taugt mir noch nicht. Der Blog ist ein Teil unserer groß angelegten MultiWelt Verschwörung:
Verführung, Ansteckung mit Phantasie, Austreibung von Stumpfsinn. Mehr darf ich noch nicht sagen :-)