Ein Gott des Krieges und der Rache, der Herr des Äons

Ra Hoor Khuit stellt sich - endlich! - als herzerfrischend anders denn der winselnde leidende Gott der alten Jammerzeit vor. Er sagt gleich zu Beginn: ich bin ein Gott des Krieges und der Rache. Wunderbar! Wer über Thelema zetern möchte: bitteschön, hier können Sie einsteigen. Und wer sich andererseits bange fragte, ob bei aller Liebe noch genug für die harten Kerle übrig bleibt: Ja, sicher doch! :)

rufender Falke
 

Allerdings sagt Ra Hoor Khuit wörtlich: "Nun verstehet zuerst, dass ich ein Gott des Krieges und der Rache bin. Ich werde hart mit ihnen verfahren." (Liber L vel Legis III, 3) Die meisten lesen den ersten Satz so: "Nun verstehet zuerst, dass ich ein Gott des Krieges und der Rache bin." Ändern wir die Betonung: "Nun verstehet zuerst, dass ich ein Gott des Krieges und der Rache bin." Er fordert nicht auf, seine Attribute abzunicken, sondern sie zu verstehen. Anscheinend ist da mehr dran als sich beim ersten Hören mitteilt. Was macht Rache aus? (Um Krieg kümmern wir uns ggf. später).

Was ist Rache?

In "Also sprach Zarathustra", dem Schwesterbuch des Liber L vel Legis, finden wir eine Bestimmung des Wesens der Rache. "Dies, ja dies allein ist Rache selber: des Willens Widerwille gegen die Zeit und ihr 'Es war'."

Dies, ja dies allein ist Rache selber: des Willens Widerwille gegen die Zeit und ihr "Es war". (Also sprach Zarathustra. / Von der Erlösung)

Zu rächen heißt, jemandem um einer vergangenen Tat willen nachzustellen. Wir machen hier eine eigentümliche Bewegung in der Zeit. Es wird sich gleich zeigen, dass der Gott der Rache der ist, der auch die Vergangenheit verändert. Dabei gilt ja üblicherweise das Vergangene, das "es war" als das nicht mehr zu ändernde. Und weil es nicht zu ändern ist, darum stößt sich der Wille daran. Darum regt es den Widerwillen des Willens. Wer das annimmt, denkt Zeit als den aus der Schule bekannten Zeitstrahl. (Ein Fluch auf den einseitigen Physikunterricht! Ich wurde noch in Newtonscher Physik unterrichtet, als hätte es keinen Albert Einstein gegeben. ...) Wir waren eben beim Zeitstrahl. Das ist ein Strahl von der Vergangenheit zur Gegenwart in die Zukunft. So vergeht die Zeit immer, sie kann nicht anders. Auch in der alten Physik ist Zeit gleich Vergehen - Zarathustra fasst diesen Gedanken im "es war" der Zeit zusammen. Wichtig, da gestaltbar, ist nur der kleine Gegenwartsmoment - bis er, tick tack, auch vorbei und vergangen ist. - So wenig Einflussmöglichkeit? Das kann nicht alles sein!

Als das, was ist, gilt von altersher das Anwesende (ousia). Das Anwesende ist das Seiende. Am Vergangenen stößt sich alles Wollen. Gegenüber dem, was war, kann man nichts mehr ausrichten. Dort endet alles Handeln, Wollen, Gestalten. Wie schmal ist dann der Pfad für den Willen! Wie eng ist dann das Feld für Thelema!? Wollen erscheint als Leiden am Vergangenen. Denn wer das Willensgesetz ernst nimmt, den sticht das Vergangene als Stachel, an dem alle Willenskraft erlahmt.

Alles Wollen geschieht in der Zeit. Zeit ist das Vergängliche. Alles Vergangene ist durch das "es war" dem Zugriff entzogen.

Nietzsches Zarathustra sagt über die Rache: "Dies, ja dies allein ist Rache selber: des Willens Widerwille gegen die Zeit und ihr 'Es war'." Er sagt nicht: gegen etwas Zeitliches. Er sagt nicht: gegen einen besonderen Aspekt. Sondern: gegen die Zeit und die in ihr waltende Vergänglichkeit. Das "es war" der Zeit ist bei Nietzsche das Wesenhafte der Zeit, denn er nennt sie im gleichen Atemzug, "die Zeit" und gleich hinterher "und ihr 'es war'". Rache ist des Willens Widerwille dagegen. Der Wille hat eine "positive" Richtung, als gestalten wollende Kraft liegt die ganze Erde als großer Bau- und Spielkasten vor ihm. Und der Wille hat eine "negative" Richtung, er geht in Abwehr gegen das "es war" des Vergänglichen, damit es sich ihm nicht entzieht. Denn das ist das Besondere der Rache des Willens: Dass er auch das Vergangene, das "es war" angreift und dem Willen unterwirft.

Das Zeitliche gilt "schlechthin als das Vergängliche. Darum nennt das 'Es war' nicht nur einen Abschnitt der Zeit neben den beiden anderen, sondern: die eigentliche Mitgift, die die Zeit vergibt und hinterlässt, ist das Vergangene, das 'Es war'. Die Zeit vergibt nur das, was sie hat. Und sie hat nur das, was sie selbst ist." (Martin Heidegger, Was heißt Denken?) Rache ist des Willens Widerwille gegen die Zeit und das heißt: gegen das Vergehen und das Vergängliche.

  • Der Wille, der sich gegen das Vergehen richtet, ist Rache.
  • Der Gott der Rache ist der Gott, der sich gegen das Vergängliche richtet.
  • Ra Hoor Khuit ist ein Gott des Krieges und der Rache. Er ist ein Gott des gewaltsamen Streits und des Unvergänglichen.

Was ist der Lohn des Ra Hoor Khut? ABRAHADABRA, die Formel, die Nuit den "Schlüssel zu den Ritualen" nennt. In Crowleys Kommentar zu III,3 gibt es diese Passage: "Es scheint, als ob dieser "Gott des Krieges und der Rache" so nur jemand ist, der die Menschen veranlasst, durch Gehen, wie es die Götter tun, ihren eigenen Willen zu tun, anstatt zu versuchen, den unwiderstehlichen Lauf der Natur zum Stillstand zu bringen." Ich übersetze das so: Der Rachegott wirkt nicht, indem er das Reich des Unveränderlichen ausweitet - das wäre die alte Konzeption vom Himmelreich. Sondern der Rachegott wirkt so, dass er die Welt chaotischer macht, dass er das scheinbar Feste verflüssigt, so dass er dem Willen alle Dimensionen der Zeit öffnet.

Alles "Es war" ist ein Bruchstück, ein Rätsel, ein grauser Zufall – bis der schaffende Wille dazu sagt: "aber so wollte ich es!" – Bis der schaffende Wille dazu sagt: "Aber so will ich es! So werde ich's wollen"! (Also sprach Zarathustra. / Von der Erlösung)

Geht das überhaupt?

In der Psychologie war Zeit in den letzten Jahrzehnten ein wichtiges Thema. Denn die lineare messbare Zeit ist etwas ganz anderes als erlebte Zeit und als gelebte Zeit. Es brauchte andere Konzepte und es wurden viele gefunden und praktisch erprobt. Eine einfach strukturierte und zugleich sehr mächtige Konzeption strukturiert Zeit, indem die Zeitmodi kreuztabelliert werden. Es gibt z.B. nicht nur eine einzige Zukunft, sondern meine Zukunftsvorstellung vor zwei Monaten kann sich von meiner heutigen unterscheiden - obwohl es beide mal um eine Zukunft geht, die noch nicht eingetreten ist. Das sieht so aus:

Die Modi der Zeitformen
  Vergangenheit Gegenwart Zukunft
vergangener Modus Die vergangene Vergangenheit:
Wie ich vergangene Ereignisse früher beschrieben habe.
vergangene Gegenwart:
Wie ich Gegenwart beschrieben hatte (und jetzt nicht mehr tue). B.: ein klingelndes Telefon stört jäh die Ruhe.
vergangene Zukunft:
Ein Zukunftsentwurf, den ich hatte, aber nicht mehr habe. B.: Berufswunsch, den man als Kind hat
gegenwärtiger Modus gegenwärtige Vergangenheit:
Wie ich Vergangenheit aktuell sehe.
gegenwärtige Gegenwart:
Wie wir die Gegenwart jetzt beschreiben.
gegenwärtige Zukunft:
ein Zeitpunkt in der Zukunft, wie ich ihn mir jetzt vorstelle
künftiger Modus zukünftige Vergangenheit:
Wie ich Vergangenheit morgen beschreiben werde.
zukünftige Gegenwart:
Vorstellung einer alternativen Realität. Manche nennen das Utopie.
zukünftige Zukunft:
Das, was wir noch nicht kennen, nicht erahnen. Genuin Neues kommt in die Welt (Emergenzsprung).

Es ist leicht zu sehen, wie das zur Selbstvorstellung von Ra Hoor Khuit in III,3 passt.

Und ob das geht?, die Frage kann jeder für sich beantworten. Vergleiche z.B. einmal, was du deinen Freunden über die Schule  erzählt hast, als du das Abschlusszeugnis in der Hand hattest. Wenn du es nicht mehr weißt, frag sie einfach oder schau Notizen darüber durch. Das ist die vergangene Vergangenheit. Was erzählst du deinen Freunden heute, jetzt über deine Schulzeit? Das ist die gegenwärtige Vergangenheit. Und wie wirst du darüber sprechen mit 80 Jahren, im Lehnstuhl sitzend? Das ist die zukünftige Vergangenheit.

Ist das nicht banal?

Für mich ist es alles andere als das. Ich könnte aber verstehen, wenn jemand feststellen würde, dass es so sei. Als banal (gewöhnlich, flach) gilt oft das, dessen Bedeutung gering geachtet wird. Vielleicht ist die Bewertung eine Tarnung für etwas, das jemand nicht versteht.

Zeit im abendländischen Denken

Zeit ist etwas, das in der abendländischen Philosophie missachtet wurde oder das größte Schwierigkeiten bereitete. Bereitete, nicht bereitet, denn das Abendland und die Philosophie sind vorüber, vergangen. (Wer das Thema dieses Artikels auf die Aussage eben anwenden möchte, tut recht. Es ist verwegen, es braucht einen Sprung in eine andere Welt). Die Logik des Aristoteles klammerte Zeit völlig aus. Sie wurde die Grundlage des Denkens des Alten Äons. Seit Beginn der Neuzeit arbeitete die erste Riege der Denker daran, Zeit anders zu denken, die dunklen alten Fragen zu lösen. Immanuel Kant, Georg Friedrich Hegel, Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger, Gotthard Günther - um nur einige zu nennen.

Und dann kam im Jahre 1904 ein "Botschafter der Götter" zu einem verwegenen jungen Mann, frisch verheiratet, Engländer und außerdem Magier, sagte ihm: Setz dich hin und schreib! Und der falkenköpfige Gott stellt sich vor: Ich bin ein Gott des Krieges und der Rache. Versteht das "zuerst", vor allem anderen! Er sagt nicht direkt, wie wir das anstellen dürfen, das finde jeder selbst heraus. Aber er sagt, es muss zuerst, am Anfang geschehen.

Das dritte Kapitel des Liber Legis ist vermutlich als Ganzes eine Antwort auf die naheliegende Frage: Wie soll ich das bitte anstellen? Wenn das zutrifft, dann ist die Antwort auf die Suche nach dem Wesen der Zeit eine, die nur handelnd (Wille!) gegeben wird. Krieg, Rache deuten in die Richtung. Bisher wurde immer versucht, die Antwort denkend zu finden. Doch wie viel Erkenntnis brauchen wir heute noch? Wie viel muten wir uns zu? Tue was Du willst, sei das ganze Gesetz! So viel Erkenntnis also, wie nötig ist, um zu tun, was ich will. Ist doch ganz einfach :)

Rache ist nicht das Höchste

Ist Rache das Wichtigste, das Höchste? Wer das annimmt, liegt falsch. Sie ist wichtig, um sich von den Fesseln der Vergangenheit zu befreien. Ich kenne aus Filmen viele Beispiele von Rache und Rächern, die zu klein konzipiert sind. Da bleibt der Held in sein Feindbild verstrickt, ist noch nicht frei davon. Was er tut, wenn er endlich seinen Sieg errungen hat, das zeigt der Film nicht mehr. Schade! Denn worum es geht, ist doch, sich von Fesseln zu befreien, um seinen Willen tun zu können. Und natürlich ist schon die "rächende" Tat, die Abwehr, ein Willensakt. Zarathustra sagt es klar: "Denn dass der Mensch erlöst werde von der Rache: das ist mir die Brücke zur höchsten Hoffnung und ein Regenbogen nach langen Unwettern". Wie kann diese Erlösung erreicht werden? Nicht als Gnadenakt, sondern Ra Hoor Khu ist mit dir, wenn du das Werk der eigenen Befreiung angehst.

Was ist mit der Zukunft?

Zukunft wird eröffnet durch Ziele, die durch willentliches Handeln erreicht werden. Die Zukunft scheint die eigentliche Domäne des Willens zu sein. Die bisherigen Ausführungen sollten zeigen, dass die Zukunft nicht das Reich der Gestaltung (TUE was du willst!) bleiben, wenn Vergangenes als unerreichbar abgeschlossen bliebe. Das geht jeden praktisch an. Ein Blick ins Lexikon zeigt es: "Dabei ist es bedeutsam, dass mit zunehmendem Alter des Menschen die noch kommenden Gelegenheiten diesem immer weniger Spielraum lassen, etwas zu tun, weil sie immer mehr von den Auswirkungen vergangener Geschehnisse vorbesetzt sind (der Mensch 'schleppt seine Vergangenheit mit sich herum'); so wird die Zukunft immer mehr von Vergangenem erfüllt und ein Leben, dessen Zukunft nur noch aus Vergangenem besteht, heißt deshalb ein Leben ohne Zukunft." (Philosophisches Wörterbuch, Hrsg. G. Schischkoff) Der Gott der Rache ist eine Kraft, die Vergangenes immer wieder verflüssigt. Anders gesagt, die dafür sorgt, dass die Last der Vergangenheit uns nicht erdrückt. Dieser Gott hilft, die Zukunft offen zu halten. Seine Rache ist der Garant dafür, dass wir einen Willen entwickeln können.

Natürlich ist das für die Diener von Gnadengöttern viel zu anstrengend. Wenn es also - ich theoretisiere jetzt wild drauflos - wenn es also Menschen gäbe, deren Beruf es wäre, Thelema nur in Greuelmärchen darzustellen, dann würden sie von Krieg und Rache zetern und wie gewalttätig und schlimm das sei. Du, lieber Leser, könntest sie bei nächster Gelegenheit fragen, welche Konzeption von Zeit und Freiheit sie stattdessen entwickeln mögen. Ich vermute, dein Gegenüber würde dir ein Kruzifix mit zitternder Hand entgegenstrecken und sich mit einem Stoßgebet zurückziehen.

Willkommen im 21. Jahrhundert auf Terra.

Zusammenfassung

Ra Hoor Khuit ist der Gott des Krieges und der Rache. Wir werden unsere Vergangenheit nicht los als duldende Schafe. Sondern wir kommen nur mit unserer Geschichte (jeder mit sich selbst) ins Reine als Tatmenschen, als Gestaltende. In III,3 stellt sich der Gott als "Gott des Krieges und der Rache" vor. Ich fasse das als Differenz auf:

  • Rache als der Stachel der Vergangenheit
  • Krieg als die Peitsche in die Zukunft

Rache ist der Stachel, der diejenigen am stärksten antreibt, die mit ihrer Geschichte hadern. Wozu treibt sie an? Dazu, die eigene Geschichte neu zu schreiben, vergangene Vergangenheit mit dem Ausblick auf künftige Vergangenheit in gegenwärtige zu verwandeln. (Krieg könnte der Oberbegriff für das Austragen von Dissensen sein, wo der Vergangenheitsbezug nicht vorherrschend ist). Das eine speist sich mehr aus dem Vergangenen, das andere aus der Zukunft. Es sind zwei Pole der Werke der Befreiung, damit "Tue was Du willst" das ganze Gesetz werde.

Foto (Wanderfalke): Süd&Luft; Christine Landes

Kommentare

Angela Jekosch

Wow - so hatte ich diesen 3. Vers von Ra-Hoor-Khuit bislang noch nicht gelesen.

Als Türöffner gleich sehr überzeugend für mich, den Vers so zu lesen:

"Nun verstehet zuerst, dass ich ein Gott des Krieges und der Rache bin."

Ein weiteres für mich besonders aufschlussreiches Puzzle, das Du zu bedenken gibst: Zarathustras Widerwille des Willens gegen die Zeit und ihrem "es war".

So kommst Du, für mich überzeugend, zu der Welt- eröffnenden Perspektive:

"Rache ist des Willens Widerwille gegen die Zeit und das heißt: gegen das Vergehen und das Vergängliche."

Danke, Knut, kommt in mein Schatzkästchen / Zettelkasten ;-)

Aaron

Hallo Knut,

ich antworte dir jetzt hier zu dem Text "Gott des Krieges und der Rache". Da es auf der eigentlichen Seite kein Button gibt um seinen Kommentar abzuschicken.

Moin moin :)

bisher habe ich RHK als eine Konsequenz verstanden. Rache bezieht sich auf das, was ich bisher "falsch" getan habe. So als würde ich nicht die Schwerkraft berücksichtigen und hole mir dabei einen Beinbruch. Die Natur, die Dummheit, das Unvorsichtige hat sich "gerächt". Irgendwie las ich das so nicht aus deinem Text heraus. Da geht es eher darum, dass RHK sich gegen die Zeit rächt? Trotz deiner ausführlichen Erklärung, schnalle ich das nicht. Meine Vergangenheit ist veränderbar durch den Krieg, den ich gegen die Ergebnisse (Rache) meiner Vergangenheit führe. Das kapiere ich, aber ich glaube du meintest was anders...?

Meine Interpretation ist, dass der Krieg sich auf den Kampf bezieht, welcher (nur) durch die Rache entsteht. Die Rache macht mich auf etwas aufmerksam, was nicht ganz "richtig" lief. Nun kommt der Krieg, als einziger Ausweg, um das "nicht ganz richtige" zu nichten oder zu rein zu waschen. RHK ist Rache (Problem) und gibt mir einen Hinweis und bringt mich in den Krieg (Lösung), um aus der Vergangenheit zu lernen. Dadurch erweitere ich auch meinen Horizont und vorallem entsteht "Heilung". Da Krieg meiner Ansicht nach immer auch Heilung ist.

Das kann man auch auf die heutige Situation übertragen. Wir leben in einer immer mehr irrationelen Welt, die weibliche Energie schlägt zu und das kommt daher, weil die weibliche Energie zu lange und zu stark unterdrückt wurde. Nun haben wir Krieg zwischen der männlichen Kraft und der weiblichen Kraft. Sie waschen sich dadurch rein und jeder wird sich seiner eigentlichen Aufgabe bewusst und dann kann auch ein Kind gezeugt werden. :-)

Beste Grüße
Aaron

Knut

Hallo Aaron, frohes neues Jahr! :)

ich gucke derzeit unregelmäßig ins Blog, darum hatte ich dich erst jetzt gefunden.

Was du schreibst, trifft in etwa das, worauf ich hinauswollte. Ich sage das nur bezugnehmend auf '... ich [Aaron] kapiere das, aber glaube, du meintest was anderes?' Aber ob Krieg immer Heilung ist? Ich würde das nicht gleichsetzen. Nur was liegt daran; meine Sichtweise wie auch deine müssen sich praktisch bewähren und wo sie das können, ist was gewonnen und wo nicht, sollte man die Idee prüfen. Mein Problem ist weniger zu sagen, das halte ich für richtig und das für falsch - sondern mehr, wo verstehe ich dich, wo lese ich zu sehr eigene Annahmen und wo fange ich an, etwas zu bekritteln, das du nicht gesagt hast.

Ich habe jetzt nochmal über den Artikel und deinen Kommentar nachgedacht. Da ist ein Aspekt, der mir besonders wichtig ist. Ich wollte Rache nicht nur als psychologisches Phänomen behandeln, sondern als wirkende Kraft in der Zeit. Man kommt nämlich von da schnell auf Magie ganz allgemein. Und je mehr man sich an Psychologie hält, desto leichter scheint alles Erklären und Verstehen am Anfang - nur, desto schwieriger wird Erklären und Verstehen dieser komischen Welt später.

liebe Grüße,
Knut

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Über den Autor

Interessen: Thelema, Kunst, Gesellschaft. Ich will eine Welt, auf die ich mich freue, wenn ich mir vorstelle, dass ich sie später wieder betrete. Die jetzige taugt mir noch nicht. Der Blog ist ein Teil unserer groß angelegten MultiWelt Verschwörung:
Verführung, Ansteckung mit Phantasie, Austreibung von Stumpfsinn. Mehr darf ich noch nicht sagen :-)